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Tudors Tottenham-Regentschaft: Ein fortschreitendes Desaster, nicht nur ein Tief

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📅 23. März 2026⏱️ 4 Min. Lesezeit
Veröffentlicht am 23.03.2026 · Das Ende für Igor Tudor? Zeitleiste der Probleme des angeschlagenen Tottenham-Managers

Sehen Sie, es ist nicht nur Pech. Was wir von Igor Tudors Tottenham gesehen haben, ist ein ausgewachsener Abstieg ins Chaos, und das hat sich über Monate aufgebaut. Die Warnzeichen leuchteten hell, noch bevor der Kalender auf 2025 umschlug. Dies war kein plötzlicher Zusammenbruch; es war ein langsames, qualvolles Ausbluten, das die Spurs vor dem Abstieg stehen lässt, eine Aussicht, die noch vor einem Jahr undenkbar schien.

Erinnern Sie sich an diesen vielversprechenden Start? Tottenham lag am 26. Oktober nach einem hart erkämpften 1:0-Sieg über Brighton dank eines späten Harry Kane-Elfmeters tatsächlich auf dem fünften Tabellenplatz. Die Fans sprachen von europäischer Qualifikation, vielleicht sogar von einem Champions-League-Platz. Das fühlt sich an wie eine Ewigkeit her. Die Räder begannen fast unmittelbar danach zu wackeln, mit einer enttäuschenden 2:0-Heimniederlage gegen West Ham am 2. November. Eine Woche später gelang ihnen ein 2:2-Unentschieden bei Everton, aber die Risse zeigten sich – defensive Aussetzer, mangelnde Kontrolle im Mittelfeld und Kane, der vorne zunehmend isoliert wirkte.

Dann kam der Dezember. Ein wahrer Albtraum. Die Spurs verloren vier ihrer sechs Ligaspiele, darunter eine demütigende 3:0-Niederlage in Bournemouth am 16. Dezember. In diesem Spiel verzeichneten sie nur zwei Torschüsse, beide von außerhalb des Strafraums. Der Angriff, einst so potent, wirkte zahnlos. Die Abwehr, die Tudor versprochen hatte zu stärken, kassierte in diesen sechs Spielen 11 Tore. Das Ergebnis in Bournemouth war für mich der Moment, in dem der Verein ernsthaft über eine Veränderung hätte nachdenken sollen. Das taten sie nicht, und hier sind wir.

Das neue Jahr, die alten Probleme

Der Januar bot keine Erholung. Tottenham holte in der Liga nur einen einzigen Punkt, ein 1:1-Unentschieden gegen Burnley am 14. Januar, bei dem sie einen Ausgleichstreffer von Richarlison in der 90. Minute benötigten. Sie schieden im FA Cup gegen den League Two-Verein Colchester United aus und verloren 1:0 in einer Leistung, die von vielen Fans als die schlechteste seit Jahren beschrieben wurde. Das Stadion war zur Halbzeit halb leer. Dieses Ergebnis am 28. Januar war, ehrlich gesagt, eine Schande, und Tudors Kommentare nach dem Spiel über "mehr Einsatz" wirkten hohl.

Der Februar brachte zwei weitere Niederlagen, darunter eine entmutigende 2:1-Heimniederlage gegen Brentford am 10. Ivan Toney tobte sich aus, erzielte beide Tore für Brentford und ließ Tottenhams Abwehr amateurhaft aussehen. Die Statistik, die hervorsticht? Die Spurs haben in ihren letzten neun Ligaspielen kein einziges Mal zu Null gespielt. NEUN. Das ist nicht nur ein Tief; das ist ein systemisches Versagen. Die Atmosphäre rund um das Tottenham Hotspur Stadium ist toxisch, man spürt es sogar durch den Fernseher. Dauerkarteninhaber gehen frühzeitig. Das ist nie ein gutes Zeichen.

Die Sache ist die: Tudor hat einen Kader mit Talent geerbt. Harry Kane, Son Heung-min, Cristian Romero. Das sind keine Spieler auf Abstiegsniveau. Aber das System, oder das Fehlen eines solchen, hat sie völlig erstickt. Kane hat in seinen letzten sieben Einsätzen nur zwei Tore erzielt. Son wirkt frustriert, lässt sich ständig tief fallen, um ins Spiel zu kommen, weit entfernt von dort, wo er Teams wehtun kann. Das Selbstvertrauen ist dahin. Die Taktik ist verworren.

Meine kühne These? Tudor über die Länderspielpause hinaus zu behalten, wäre grobe Fahrlässigkeit. Sie müssen jetzt eine Änderung vornehmen. Wenn sie warten, werden sie absteigen. Das ist kein Ausrutscher; es ist eine ausgewachsene Krise, und sie schreit nach einer neuen Stimme, einem frischen Ansatz, irgendetwas, um diesen Verein wieder zum Leben zu erwecken.

Kühne Vorhersage: Tottenham wird Tudors Abgang innerhalb der nächsten 72 Stunden bekannt geben und einen Interimstrainer ernennen, der sie durch die Saison führt.