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Die Abdankung des ägyptischen Königs: Warum Salahs Anfield-Abschied sich richtig anfühlt

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📅 24. März 2026✍️ James Mitchell⏱️ 4 Min. Lesezeit
Von James Mitchell · Veröffentlicht am 24.03.2026 · Mohamed Salah verlässt Liverpool am Ende der Saison

Liverpool gab heute bekannt, dass Mohamed Salah Anfield am Ende der Saison verlassen wird. Für einige ist es ein Schlag in die Magengrube, für andere eine Erleichterung, aber letztendlich fühlt es sich für alle Beteiligten wie die richtige Entscheidung an. Salah kam 2017 für angeblich 34 Millionen Pfund, selbst damals ein Schnäppchen, und übertraf sofort alle Erwartungen, indem er in seiner Debütsaison 32 Premier League-Tore erzielte, ein Rekord für eine 38-Spiele-Saison. Er war der Talisman, die Tormaschine, das Gesicht eines Vereins, der unter Jürgen Klopp jede wichtige Trophäe gewann. Aber selbst Könige treten irgendwann ab.

Der verblassende Funke

Seien wir ehrlich, im letzten Jahr oder so war Salah nicht mehr so elektrisierend. Die Ballbehandlung war einen Bruchteil ungenauer, das rasante Tempo leicht gedämpft. Er lieferte immer noch Zahlen, klar – 18 Tore und 10 Assists in der Premier League in dieser Saison sind nicht zu verachten – aber die schiere Dominanz, das Gefühl, dass er Spiele im Alleingang gewinnen konnte, hat nachgelassen. Erinnern Sie sich an die Saison 2017/18 oder sogar an die Saison 2021/22, in der er 23 Ligatore erzielte und 13 vorbereitete? Das war Salah in Bestform, ein Spieler, der Abwehrreihen nach seinem Willen beugte. In diesem Jahr gab es zu viele Momente, in denen der Ball an seinen Füßen starb oder ein Schuss daneben ging, wo er einst die Ecke gefunden hätte. Das 2:2-Unentschieden gegen Manchester United im April, bei dem er in der ersten Halbzeit eine klare Chance vergab, fühlte sich wie ein Mikrokosmos seiner Saison an.

Liverpools neues Kapitel

Liverpool ist kein Verein, der um einen Spieler herum aufgebaut ist, nicht mehr. Klopps Abschied signalisierte bereits eine neue Ära, und Salahs Abgang festigt sie. Der Verein gab letzten Sommer 111 Millionen Pfund für Moisés Caicedo aus, und obwohl dieser Deal scheiterte, zeigte er die Bereitschaft, stark ins Mittelfeld zu investieren. Sie haben Alexis Mac Allister für rund 35 Millionen Pfund und Dominik Szoboszlai für 60 Millionen Pfund geholt und damit Jugend und Energie in die Schaltzentrale gebracht. Mit Arne Slot am Ruder ist dies eine Chance für Liverpool, seinen Angriff wirklich neu zu erfinden. Denken Sie darüber nach: Darwin Núñez hat Ansätze gezeigt, Luis Díaz hat Momente der Brillanz, und Cody Gakpo findet noch seinen Platz. Ohne Salah als garantierten Starter auf der rechten Seite hat Slot die Freiheit zu experimentieren, eine flüssigere, weniger vorhersehbare Angriffsreihe aufzubauen. Es ist eine Chance, über die Abhängigkeit von einem Superstar hinauszugehen, was, seien wir ehrlich, ein Team vorhersehbar machen kann.

Die Verlockung Saudi-Arabiens

Die Gerüchte über Saudi-Arabien halten sich seit über einem Jahr hartnäckig. Letzten Sommer soll Al-Ittihad ein Angebot von 150 Millionen Pfund unterbreitet haben, eine Summe, die Liverpool ablehnte. Aber da Salah im Juni 32 wird und in sein letztes Vertragsjahr geht, bietet ein Wechsel in den Nahen Osten ihm eine letzte, massive Auszahlung und Liverpool eine beträchtliche Ablösesumme, wahrscheinlich über 100 Millionen Pfund. Es ist eine Win-Win-Situation. Salah kann sein finanzielles Erbe festigen, in einer Liga spielen, in der er immer noch der unbestrittene Star sein wird, und Liverpool erhält erhebliche Mittel zur Reinvestition. Und vergessen wir nicht, der Mann hat Liverpool alles gegeben. 211 Tore in 349 Einsätzen, ein Champions-League-Titel 2019, ein Premier-League-Titel 2020. Er hat sich das Recht verdient, sein nächstes Abenteuer zu wählen. Meine kühne Behauptung? Dieser Wechsel wird Liverpool in der nächsten Saison *gefährlicher* machen. Sie werden die Torlast verteilen, weniger auf individuelle Brillanz angewiesen sein und mit einem erneuerten kollektiven Hunger spielen.

Liverpool wird in der nächsten Saison unter den ersten beiden der Premier League landen.