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Klopp hätte es fast vermasselt: Die Salah-Verpflichtung, die alles veränderte

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📅 26. März 2026✍️ Sarah Chen⏱️ 5 Min. Lesezeit
Von Sarah Chen · Veröffentlicht 26.03.2026 · Marcotti erklärt, wie Klopp von der Verpflichtung Salahs bei Liverpool überzeugt wurde

Erinnern Sie sich, als Liverpool einfach nur… gut war? Nicht großartig, keine Weltklasse, aber eine solide Mannschaft, die sich in den Top Vier halten konnte? Das ist noch nicht so lange her, wirklich. Und es ist verrückt zu denken, wie nah diese Ära daran war, sich zu verlängern, nur weil Jürgen Klopp, der Architekt dieser modernen Dynastie, Mohamed Salah fast verpasst hätte. Gab Marcotti, der genug große Deals miterlebt hat, um die Gerüchte zu kennen, hat diese Woche ein Juwel über Klopps anfängliche Zurückhaltung fallen lassen. Es stellte sich heraus, dass der Chef einen anderen Spieler im Auge hatte, einen Spieler, von dem er dachte, dass er besser in sein System passen würde als der drahtige ägyptische Flügelspieler, der in Rom alles zerlegte.

Die Daten, die Klopps Meinung änderten

Die Sache ist die: Die Analyseabteilung bei Liverpool, geleitet von Michael Edwards und seinem Team, hat nicht nur beschäftigt gearbeitet. Sie hatten die Zahlen zu Salah, und diese Zahlen schrien "Weltklasse". Das war kein Bauchgefühl; das waren kalte, harte Daten, die einen Spieler zeigten, der in der Serie A seine Kollegen konstant übertraf. In der Saison 2016-17 für die Roma erzielte Salah 19 Tore und 15 Assists in allen Wettbewerben. Das sind 34 Torbeteiligungen in 41 Spielen. Denken Sie mal darüber nach. Das ist ein Tor oder ein Assist alle 100 Minuten. Für einen Flügelspieler. Klopp suchte trotz all seiner Genialität offenbar einen traditionelleren Flügelspieler, jemanden, der unermüdlich nach hinten arbeitete und ein spezifisches defensives Profil erfüllte. Aber die Daten kümmerten sich nicht um Profile; sie kümmerten sich um den Output. Und Salahs Output war außergewöhnlich.

Liverpool zahlte schließlich im Juni 2017 rund 34 Millionen Pfund für Salah. Viele, einschließlich mir, hielten es für eine anständige Summe für einen guten Spieler, aber sicherlich kein Schnäppchen. Wie falsch wir lagen. Salahs Debütsaison an der Anfield Road war nichts weniger als historisch, er brach den Premier League-Torrekord mit 32 Toren in 36 Ligaspielen und fügte weitere 11 in der Champions League hinzu. Er beendete die Saison 2017-18 mit 44 Toren in allen Wettbewerben. Das ist nicht nur "gutes Geschäft"; das ist ein Franchise-verändernder Schritt.

Der Dominoeffekt eines datengesteuerten Deals

Hier ist die Sache: Ohne Salah, gewinnt Liverpool 2019 die Champions League-Trophäe? Beenden sie 2020 ihre 30-jährige Durststrecke in der Liga und sammeln dabei 99 Punkte? Wahrscheinlich nicht. Dieses Offensivtrio aus Salah, Firmino und Mané wurde zum gefürchtetsten Angriff in Europa, und Salah war die Speerspitze. Seine Geschwindigkeit, sein Abschluss, seine unheimliche Fähigkeit, sich durch Verteidiger zu schlängeln – das hat alles freigeschaltet. Marcottis Geschichte ist nicht nur eine lustige Anekdote; sie ist eine deutliche Erinnerung daran, dass selbst die besten Manager blinde Flecken haben können. Und sie unterstreicht die wachsende Bedeutung von Sportwissenschaft und Datenanalyse im modernen Fußball. Es ging nicht nur darum, einen Spieler zu finden; es ging darum, einen Manager davon zu überzeugen, den Zahlen mehr zu vertrauen als seinem anfänglichen Instinkt. Es war ein Zusammenprall von Old-School-Scouting und New-Age-Metriken, und die Metriken gewannen.

Und ich sage das: So unglaublich Salah auch war, ich glaube wirklich, dass seine beste Saison noch vor ihm liegt. Er reift wie ein guter Wein, passt sein Spiel an, und es würde mich nicht überraschen, wenn er in den nächsten zwei Jahren wieder 25+ Ligatore erzielt, selbst wenn Liverpool nach Klopp in eine neue Ära übergeht.

Die unbesungenen Helden im Hintergrund

Während Klopp also zu Recht den ganzen Ruhm für den Aufbau dieser unglaublichen Mannschaft erhält, sollten wir die unbesungenen Helden im Hintergrund nicht vergessen. Die Jungs, die die Zahlen analysierten, die Modelle erstellten und einen überzeugenden Fall für Salah präsentierten. Sie sahen etwas in seinen zugrunde liegenden Statistiken – vielleicht sein Schussvolumen, seine erwarteten Tore, seine progressiven Läufe – das sie glauben ließ, er sei ein Superstar, der darauf wartete, zu explodieren. Es ist ein Beweis für eine gut geführte Organisation, in der verschiedene Abteilungen sich gegenseitig herausfordern und informieren können, sogar den Manager. Diese Art von interner Debatte, gestützt durch harte Beweise, ist das, was die Daueranwärter von den Mitläufern unterscheidet. Und es wäre fast nicht passiert. Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Liverpool diesen *anderen* Spieler verpflichtet hätte. Die Trophäen würden vielleicht immer noch Staub sammeln.

SC
Sarah Chen
Taktische Autorin, spezialisiert auf datengesteuerte Fußballanalyse.
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